Sternenkind Fehlgeburt Kinderwunsch Geschichte Verlust Trauer Hoffnung

Neue Kinderwunsch-Geschichte „Unser Traum vom Glück“

Wir, das sind ich, Katharina, 32 Jahre, Sachbearbeiterin und Nico, 37 Jahre alt, Malermeister.

Wir lernten uns im Sommer 2008 kennen, im Dezember 2008 war uns klar – wir gehören zusammen.

Wie haben eine langen Weg hinter uns und sind auch noch nicht am Ende. Am 17.11.2015 sind wir Eltern eines Sternenjungen geworden. Aber lest selber unseren Weg bis dahin.

Der Weg beginnt…

Im Februar 2009 hatte ich plötzlich ständig Unterleibsschmerzen, ziehen und zwicken-teilweise so schlimm, dass ich bei meiner Freundin im Flur einfach umgefallen bin. Um abzuklären, was los ist hab ich meinen Hausarzt aufgesucht, dieser schickte mich umgehend zum Gynäkologen. Nach eingehenden US, machte dieser einen SS-Test. Den ich belächelt habe mit der Aussage: „Meine letzte Periode war irgendwann im August 2008.Das kann nie positiv sein“ Als er mir dann den positiven Test zeigte – ich bin aus allen Wolken gefallen. Schwanger? ICH? Und das mitten in der Ausbildung-wie soll das werden? Wie bringe ich es Nico bei, wie meinen Eltern?

Tausend Fragen sind mir durch den Kopf gegangen-und nur eine Antwort: Ich schaff das schon irgendwie. Das war leicht gedacht – die Tortur sollte erst beginnen. Nach der Blutabnahme bekam ich einen neuen Termin – 2 Tage später. Warum? Es war nicht zu sehen. Das Ganze zog sich über 2,5 Wochen hin. Dann, an einem Donnerstag die Diagnose „HCG nicht gestiegen“, es wird ein Frühabort.

Ich bekam gleich Papiere und eine Einweisung ins KKH, falls die Blutung einsetzt. Mein Gynäkologe hatte mir für Freitag einen Termin gemacht zum Vorgespräch, zwecks einer Ausschabung. Er hätte die auch selbst durchgeführt – aber ich hätte die Praxis nie wieder betreten. Montag dann die Ausschabung; Dienstag nach Hause aus der Klinik. Es hat sich rausgestellt, dass das „Kindchen“ bereits am unteren Rand der Gebärmutter saß-wäre ich nicht beim Arzt gewesen- ich hätte diesen Abgang höchstwahrscheinlich nicht mal bemerkt.

Nach 3 Monaten Pille war klar, wir lassen die Verhütung weg und schauen was passiert.

Lange Zeit nichts… keine Mens, nur mit Auslösen.

Mein Gyn. gab mir Clomifen – nichts passierte.
Dann mal wieder die Pille und wieder Clomifen – kein Erfolg.
Dann sollte ich abnehmen. 25KG weniger – kein Erfolg.
Frustration machte sich breit. Doch noch war aufgeben keine Option für mich.

Am 06.04.2014 teilte mir meine Schwester mit „DU WIRST TANTE“!! Ich hab mich so gefreut – und war auch neidisch. Jedoch bekam ich 1 Woche später meine Periode – ganz von allein. Das war für mich der Punkt: Jetzt versuche ich es homöopathisch. Ich bin zu unserer Apotheke, denn die arbeitet viel damit. Ich bekam verschiedene Salze, Nico auch; und Ovaria Comp für die 1.Zyklushälfte, Follikelhormon D6 und dann Bryophyllium für ab dem Eisprung. Das haben wir eine Weile gemacht – ich wurde zwar nicht schwanger – aber meine Periode kam regelmäßig.

Ein riesen Schritt für mich. Parallel hatte ich einen Termin bei einer neuen Gyn. gemacht (die kam aus einer Kinderwunschklinik bzw. ist in einer involviert). Das war meine Chance für eine 2. Meinung.

Der 29.5.2014 sollte unser Leben verändern!!

Sternenkind Fehlgeburt Kinderwunsch Geschichte Verlust Trauer Hoffnung

Die neue Gyn. nahm sich unheimlich Zeit für mich, stellte mich komplett auf den Kopf. Diagnose: PCO in einer stark ausgeprägten Form. Aber dank ihr war das für mich keine schlechte Nachricht. Sie hat mich super aufgeklärt und mir gesagt: „Diese Jahr wird das nichts mehr mit schwanger werden – wir gucken das wir den Körper in Schwung bekommen.“ Nach einem ausgiebigen Zyklusmonotoring startete sie erneut mit Clomifen
Zyklus Nr. 1: 5×1 Tablette –  2. Zyklus 5×2 Tabletten –  3. Zyklus 5×3 Tabletten – keine Chance. Die Eierstöcke haben nichts getan. Als sie mir den Gang in eine Kinderwunschklinik empfahl, wurde mir Himmel Angst und Bange.

„Ein Kind aus dem Reagenzglas?? Niemals!“

Nach einem eingehenden Gespräch mit meiner Gyn. hab ich im Kinderwunschzentrum einen Termin ausgemacht. Am 9.12.2014 war unser erster Termin dort. Der Arzt war super nett, hat uns alles erklärt was kommt, Blut genommen und uns gleich Rezept mitgegeben für GonalF. Ab da an ging es los. Er verschrieb mir noch Eferox (Schilddrüsenunterfunktion) und für 10 Tage Progesteron zum Auslösen der Periode und ab Zyklustag3 wurde fleißig gespritzt.

Die erste Injektion kostete echt Überwindung – aber es ging.

Das ganze lief über 2 Zyklen, stimulieren, regelmäßig US-Kontrollen und dann den Eisprung auslösen und GVnP. Nach 2 Zyklen war Pause – Nico musste zum Spermiogramm. Insgeheim hoffte ich ja, das nicht nur ich das „Problem“ bin, allerdings war bei ihm alles gut. Nach der Pause ging es weiter – neues Medikament Pergoveris. Stimulieren, auslösen, GVnP, ab auslösen+ 10(ES+8) Progesteron dazu. Kein Erfolg. Im 2. Zyklus damit, gab es dann Progesteron ab auslösen+2. Und ab Eisprung+7 war alles anders. Ich hatte Unterleibsschmerzen, Ziehen hier und da. Und ich kam mir aufgebläht vor, war launisch – ich hab alles auf die Medikamente geschoben. Sollte aber eines Besseren belehrt werden. ES+11 mitten in der Nacht war mir danach mal einen Test zu machen – und siehe da: eine hauchzarte 2. Linie, die jeden Tag deutlicher wurde. Bluttest war in diesem Zyklus für den 29.7.angesetzt. Und ja – er war positiv.

Mit einem HCG von 49 stand es um die Schwangerschaft laut der Sprechstundenhilfe nicht gut – aber ich war schwanger. Am 12.8.2015 wurden wir aus der Kiwu entlassen. Mit einem Bildchen in der Hand, einem kleinen klopfenden Herzchen im Bauch…. und dann…. …. …. ….

Wie haben eine langen Weg hinter uns und sind auch noch nicht am Ende. Am 17.11.2015 sind wir Eltern eines Sternenjungen geworden.
Es war ein langer, steiniger Weg. Aber aufgeben war und ist keine Option für uns.

Am Anfang wollte ich nicht, das jemand davon erfährt, dass wir „Probleme“ mit dem schwanger werden haben. Diese ständigen Fragen nach dem „wann ein Kind, warum noch kein Kind“. Ich war es irgendwann Leid und habe die Karten offen gelegt. Von da an hat sich das Blatt gewendet. Man wurde behutsamer und hat nicht mehr ständig gefragt.

Ich habe angefangen und mir einen Instagram-Account zugelegt, der mein Kinderwunsch-Leben beschreibt. Denn ich habe ein Leben neben dem Kinderwunsch. Ich gehe mit Freunden weg, ich trinke auch mal Alkohol – auch in der Stimulations-Phase.

Ich liebe mein Leben und ich bestimme über mein Handeln und Tun.
Nicht allein der Wunsch nach einem Kind.

Es gab eine Zeit, da war ich besessen von dem Thema. Ich war neidisch auf jede Frau, die ein Baby hatte oder schwanger war.

Selbst meiner kleinen Schwester habe ich es erst nicht gönnen wollen. Das war dann der ausschlaggebende Punkt – Neid auf die Schwester – was für ein schlechter Mensch muss ich denn sein??

Reden, offen und ehrlich reden über seine Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Wünsche. Das möchte ich Jedem mit auf den Weg geben. Niemand ist alleine mit seinem unerfüllten Kinderwunsch. Wir sind so Viele. Und wir werden es alle schaffen! Die eine früher, die andere später. Nur niemals darf man vergessen zu leben. Ein negativer Test ist der Beginn eines neuen Zyklus – einer neuen Chance.

Wunder hängen nicht an Bäumen, sie entstehen im Herzen und wachsen im Bauch.

Bei Fragen, wende Dich gerne an die liebe Franziska (hier geht’s zum Kontakt).

***

Ich danke Katharina von Herzen, dass sie so offen von ihren Erfahrungen, ihrem Kinderwunsch und damit auch vor Allem von ihrer Sehnsucht nach einem Kind und ihrem Schicksal erzählt, das Wunschkind zu verlieren. Denn das hat sie – das hat sie ganz am Anfang geschrieben. Dafür gibt es keine Worte – dafür gibt es nur Gefühle. Und mein Mitgefühl ist bei ihr. Ich wünsche der lieben Katharina, dass sie bald ein Wunder im Bauch haben darf… eines, das bleibt, sie glücklich macht und ihr das Gefühl geben wird, vollständig zu sein.

Dir, liebe Katharina, drücke von Herzen die Daumen und wünsche Dir und Euch ganz viel Glück! Danke, dass Du Deine Geschichte erzählt hast!

Das Katharina sagt, dass Sie nicht mehr besessen ist vom Kinderwunsch und statt dessen offen über ihre Sehnsucht aber auch Ängste spricht… und zudem ihr Leben nicht mehr vom Kinderwunsch bestimmt sein lässt… sondern sich auch ganz bewusst dem Guten zuwendet, was – TROTZ ALLEM – in ihrem Leben ist, ist bewundernswert… und zur Nachahmung empfohlen.

Mein Tipp
Du musst Deinen Kinderwunsch nicht aufgeben, um das zu schaffen. Du kannst ihn behalten. Aber „probeweise“ doch auch einmal den Fokus verändern und das Leben spüren… so zum Test wenigstens? Oder weist Du noch, wie schön sich das Leben anfühlen kann? Deshalb mein Tipp: Denke nicht in Absolutheit wie bspw. „für immer jetzt aufgeben… das geht nicht“. Nö – musst Du ja auch nicht.

Aber für jetzt könntest Du Dir überlegen, wie Du den nächsten Zyklus gestalten willst.. und ob vielleicht eine Pause denkbar wäre und Dir gut tun würde? Oder über den Frühling? Oder vielleicht sogar inklusive des Sommers? Überleg‘ mal, was Dir wichtig ist – und wie es um Deine Kräfte steht.

Mein Coaching-Angebot (klick) und auch der begleitete Coaching Kurs Mein Kinderwunsch – was tun zwischen Wunsch und Wirklichkeit?! helfen Dir dabei, für Dich den nächsten Schritt zu gehen und neue Hoffnung auf ein gutes Leben zu fassen. Schau‘ Dich gerne auf meiner Website um und wenn Du magst, können wir auch ca. 15 Minuten – komplett kostenlos für Dich! – telefonieren um herauszufinden, welches Unterstützungsangebot zu Dir passt und in Deiner jetzigen Situation das Richtige für Dich ist.

Melde Dich gerne – ja?  Hier entlang (klick)… da kannst Du mir jetzt einfach kurz eine Nachricht schreiben! Das geht übrigens über einen geschützten, verschlüsselten Server und zudem brauchst Du nicht per Mail zu schreiben. Das heißt, Du kannst von überall schreiben. Einfacher und sicherer geht es nicht!

Lebe das Leben – damit Leben auch zu Dir kommen kann.

So könnte man es nennen… der erste Teil des Satzes ist mit Sicherheit wahr!
Der zweite Teil liegt in der Hand des Schicksals. Es gibt keine Garantie.
Du kannst etwas tun, um wieder zu Dir zu finden… Dich in der neuen Situation selbst wieder (neu) zu entdecken und Schritte zu gehen, die Dir gut tun und helfen werden!

Ich glaube, dass ein „Leben leben“ Dir in jedem Fall von Nutzen ist – egal, wie es am Ende ausgehen wird. Möge es Dir gut gehen und Du viel Glück haben – das wünsche ich Dir von Herzen!

 

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Wenn auch Du Deine Kinderwunsch-Geschichte (gerne auch anonym) erzählen möchtest, dann schreib‘ mir gerne – hier geht’s zum Kontaktfeld (klick). Jede Geschichte ist so individuell.. und dennoch macht jede Geschichte anderen Frauen Mut und schenkt vielleicht einen guten Gedanken und/oder einen Moment der Hoffnung. Also melde Dich gerne bei mir!

PS: Hast Du schon das Coaching-Angebot und den Kinderwunsch Kurs angeklickt? Wenn nicht, dann tu‘ das doch jetzt! Ich freu‘ mich auf Deinen Besuch auf www.kindersehnsucht.de!

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de