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Manchmal ist eben nicht alles super!

Kennst Du das? Du triffst auf Leute, die Du von irgendwoher kennst (oder vielleicht sogar Freunde sind) und auf die (ja, ernstgemeinte) Frage „Wie geht’s Dir?“ kommt nur die ewig (aufgesetzte?) fröhliche Leier…

„Ja, guuuuuut. Mei, ein bißchen viel Arbeit halt.. aber sonst… echt – totaaaaaaaaal gut!“

Glaubst Du das? Nimmst Du das diesem Menschen ab? Ich glaube, wir Menschen haben doch ziemlich feine Antennen, ob uns jemand „verschaukeln“ will oder nicht. Und wir wissen – mit zunehmendem Alter (und das ist einer der guten Aspekte daran) -, dass so gut wie nie im Leben „alles totaaaaaaaal gut“ ist.

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Nö – ist es (verdammt noch mal) eben nicht.
Es gibt diesen Spruch „unter jedem Dach ein Ach“ was letztlich nichts anderes meint, als dass jeder ein mehr oder weniger sichtbares Päckchen zu tragen hat. Das jeder diese Momente kennt, wo man verzweifeln könnte, weil das Leben gerade nicht nur super und schön ist. Sondern die Schattenseite zeigt. Das kann mit dem Kinderwunsch zusammenhängen – oder auch nicht.

Es ist eben selten alles nur schön! Es ist viel zu oft anstrengend, mühsam, erfordert Kräfte, die wir in dem Moment nicht zu haben scheinen und trotzdem finden müssen…

Nee… es ist wirklich nicht immer alles super.
Gott sei Dank habe ich Freunde, die sagen, dass Freundschaft für sie nicht daran besteht, das Tolle und Schöne zu besprechen – sondern die Schmerzpunkte, die Verzweiflung; all‘ das, was das Leben serviert, wenn die „Lebens-Limonade“ gerade aus ist und das „Lebens-Wasser“ alt und abgestanden schmeckt.

Jeder kennt diese Phasen. Jeder kämpft mit diesen Phasen. Dann lasst uns doch auch offen damit umgehen, wo einen der Schuh drückt und das Wasser schal schmeckt.
Nur das „alles super“ zu sagen, ist ein Schutz. Ein „Frag nicht nach; ich will es Dir nicht erzählen“. Je nach Typ kann dahinter purer Selbstschutz, Hang zum perfekten Schein oder eben wirkliche Hilflosigkeit stecken.

Ich persönlich interessiere mich viel mehr für die „Schattenseiten“ als für das Licht. Weil es uns und unseren Freund- und Bekanntschaften Tiefe schenkt. Nicht jeder sieht das so – aber ich halte nicht mehr hinter dem Berg damit.

Hier sind 2 aktuelle Veröffentlichungen, in denen ich genau das getan habe… das Saure im Leben angesprochen:

Artikel 1:
Woman.at: So fühlt es sich an, wenn eine Freundin Mutter wird und man selbst keine Kinder bekommen kann (klick)

Artikel 2:
Paleo-Mama.de: Der Abschied vom Kinderwunsch (klick)

Wer damit nicht leben kann, dass ich sage, wie es ist, ist für mich auch kein Freund. Nach den Jahren des „Fassade hochhalten“ habe ich weder Lust noch Kraft, andere zu schützen und mich dabei gleichzeitig selbst zu verraten.

Freundschaft besteht darin, Krisen miteinander zu teilen und sich darin zu halten. Das ist für mich die Essenz des Lebens – und das bringt Geschmack ins Getränk des Lebens.

Wie hälst Du es damit? Lässt Du Dich gerne mit einem „alles totaaaaaaal gut“ abspeisen? Und wie hälst Du es mit Dir selbst – gibst Du etwas preis von Dir, an dem die Menschen andocken können… oder schützt Du Dich so sehr, dass da gar keine Chance für Austausch und überraschende freundschaftliche, unterstützende Erlebnisse ist?

Ich wünsche Dir Tiefe im Leben!
Ich wünsche Dir Halt in den Freundschaften!
Ich wünsche Dir den Mut, für Dich zu sorgen – auch, indem Du nicht „alles totaaaaaaaal gut“ sagen musst, weil andere sonst „empfindlich reagieren“ könnten.
Ich wünsche Dir echte Tiefe; echte Gespräche, echte Freundschaft!

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Und wenn Du solche Menschen um Dich hast, die mit Dir schales, abgestandenes „Lebens-Wasser“ (statt nur sonnige Limonade) trinken, dann danke ihnen doch mal dafür! Das tut Dir gut – und ihnen. Und es schafft noch einmal mehr Nähe! <3

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de