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Sollte ich traurig sein oder über Mütter im Eiscafé staunen?!

(Sorry – ziemlich toughe, tiefe, vielleicht sogar provozierende Gedanken… und ja, es sind nur meine Gedanken!)

***

Ich sass heute Nachmittag im Eiscafé. Ich war dort mit meinem früheren Chef und heutigem Freund verabredet. Er kam (wie immer 🙂 ) etwas zu spät und so hatte ich Zeit die Anwesenden zu beobachten.

Anwesende:
8 Frauen zwischen – geschätzt – 30 und Anfang 40
2 Kleinkinder (Mädchen)
1 Baby in der Wippe
dazu ich und mein Hund

Weitere Beobachtungen:
Die Mütter der beiden Mädchen: nicht schwanger.
Alle anderen Frauen schwanger, ziemlich schwanger oder hochschwanger.
Kleinere Gruppen – zwischen 2 und 4 Frauen pro Gruppe. Insgesamt 3 besetzte Tische.

Weil ich warten musste und zudem die Stühle und Tische in diesem Eiscafé sehr (wirklich sehr) nah beieinander stehen, konnte ich gar nicht anders, als zuzuhören, was an den jeweiligen Tischen besprochen wurde.

Und wirklich – echt; keine Übertreibung – es gab KEIN Gespräch, das sich nicht um die Kinder (ob vorhanden und anwesend oder im Bauch) drehte. Keinen einzigen Satz hörte ich in der knappen halben Stunde Wartezeit, der nichts mit Kindern zu tun hatte.

Und ich verstehe es nicht.
1000 Gedanken und Fragen in meinem Kopf.

Ist es nur für mich so, dass ich mich sehr darüber wundere, dass sich alle Gespräche nur um die Kinder drehen?
Ist es nur für mich so, die den Kinderwunsch ja nun schon einige Jahre abgeschlossen und hinter sich gelassen hat, dass es mich wundert?

Na klar; ich kann nur von Außen (und als stille Zuhörerin) hier meine Beobachtungen und Gedanken teilen und ja, natürlich kenne ich weder die Frauen noch die Hintergründe. Aber ich komme einfach nicht umhin mich zu fragen, wie es sein kann, dass eine Frau, kaum dass sie Mutter geworden ist oder in absehbarer Zeit wird, sich wirklich nur noch über Kinder unterhält.

Wovon haben diese Frauen früher geträumt?
Was hat sie früher interessiert?
Wofür konnten sie sich begeistern?
Worüber haben sie sich gewundert?
Worüber haben sie gestaunt?
Worüber haben sie diskutiert?

Wie kann es sein, dass man ab dem Zeitpunkt Mutter zu sein oder zu werden, anscheinend (ja, mein Eindruck – nicht mehr… heute Nachmittag im Eiscafé) nur noch dieses Thema hat?

Ich weiss nicht, was sie beschäftigt. Ich weiss nicht, was sie als Mensch ausmacht. Ich weiss nicht, ob sie einen Kinderwunschweg hinter sich haben. Ich weiss so Vieles nicht (also eigentlich gar nichts!) über diese Frauen an den Nachbartischen neben mir heute Nachmittag im Eiscafé. Und dennoch frage ich mich, ob es für sie wirklich das einzige Thema ist, das sie interessiert – oder ob sie sich innerlich danach sehnen, mal wieder „wie früher“ andere Themen zu besprechen.

Was wünschen sie sich?
Was vermissen sie?
Was fehlt ihnen?
Sind sie wirklich glücklich mit dem Leben, das sie führen?

Ich sehe, dass es heute so war.
Ich nehme meine Fragen wahr.

Und ich frage mich, ob ich diese Frauen heute Nachmittag für diese Gespräche bedauern soll, weil es so monothematisch (und oberflächlich?) war?

Ich frage mich, ob nur ich das so wahrnehme, weil diese Zeit zurückliegt und ich mich anderen Themen und Aufgaben zugewendet habe. Ich frage mich, ob ich als kinderlose (Kinderwunsch-)Frau wirklich diese (bald-) Mütter bedauern darf. Ich frage mich 3 Millionen Dinge – ich habe 3 Millionen Gedanken.

Man kann nicht einfach aufstehen und sich in das Gespräch einklinken und diese Fragen stellen. Und dennoch frage ich mich, wovon diese Frauen, die vermeintlich das haben, was sich jede Kinderwunschfrau so sehnlichst sich erwünscht, träumen? Ob sie glücklich sind? Ob sie zufrieden sind mit einem Nachmittag im Eiscafé und einem einzigen Gesprächsthema?

Fakt ist: Wenn ich in mich hineinhorche, dann hätte ich nicht (mehr) mit diesen Frauen tauschen wollen. Dabei sahen sie nett aus. Aber ich glaube (für mich), dass ich heute bessere Gespräche geführt habe. Ich glaube für mich, dass ich heute Gespräche mit Tiefe und Authentizität geführt habe. Ich glaube, dass ich wirklich etwas aus der Zeit mit meinem früheren Chef und heutigem Freund mitgenommen habe. Ja, ich glaube für mich tatsächlich nach meinen Beobachtungen, dass ich heute bessere Gespräche geführt habe… Gespräche, die mich bereichern. Und dafür bin ich dankbar.

Ist das überheblich von mir, diesen Frauen zu unterstellen, dass mein Gespräch inhaltsvoller, bereichernder, interessanter war? Oder ist es völlig vermessen, weil sie sich mit Gleichgesinnten über ein Thema austauschen konnten, das sie alle offensichtlich betrifft und Teil einer Gruppe und damit ein wie auch immer geartetes Gefühl der „Zugehörigkeit“ haben?

Ich wünsche diesen Frauen, die ich heute Nachmittag im Eiscafé aus der „Ferne“ beobachtet habe, dass sie glücklich und zufrieden sind! Ich halte für mich persönlich fest, dass – wenn ich heute an ihrer Stelle gewesen wäre – wohl nicht zufrieden nach Hause gegangen wäre.

Ich weiss inzwischen für mich, dass ich Tiefe und Ernsthaftigkeit, Diskurs und Meinungsaustausch liebe und brauche… wie eine Blume das Wasser. Ich kann Oberflächlichkeiten nicht mehr gut aushalten. Ich denke, wer so viel Leid und Traurigkeit aushalten muss(te) wie ich, kann das vielleicht verstehen?

Ich wünsche diesen Frauen, dass sie glücklich sind.
Ich wünsche aber vor Allem jeder Frau, die ungewollt kinderlos ist, dass sie die Stärke hat, sich hier und heute (also JETZT) auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen zu machen:

Wovon träumst Du?
Was interessiert Dich?
Wofür kannst Du Dich begeistern?
Worüber wunderst Du Dich?
Worüber staunst Du?
Worüber diskutierst Du?
Was wünschst Du Dir?
Was vermissst Du?
Was fehlt Dir?

Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen, dass Du die Antworten auf diese Fragen suchst… und dann Alles daran setzt, sie jetzt schon für Dich anzugehen und das – was auch immer Deine Antwort jeweils ist – in Dein Leben zu integrieren.

Ja, jetzt! Warte nicht. 

Fang‘ bitte an, das, Deine Antworten zu leben. Warte nicht. Ich wünsche es Dir sehr! Denn das, was Du hier an Antworten in Dir findest, kannst Du selbst aktiv in die Hand nehmen. Und das zu tun, wird Dir innere Ruhe schenken.

Geh‘ los und suche Deine Antworten!
Geh‘ los und gestalte, was Du gestalten kannst!
Warte nicht, dass sich Dein Traum vom Mutter werden erfüllt.

Kümmere Dich um Deine Träume, Deine Interessen und um das, was Dich begeistert! Warte nicht darauf, dass ein Kind Dich glücklich macht. Fang heute an und sorge für Dich. Geh‘ los und lebe.. warte nicht! Wenn Du Mutter wirst, wirst Du Dich gerne daran erinnern. Wenn Dir dieses Leben verwehrt bleibt, dann ist es eine gute Idee, erst Recht sein Leben in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, dass es Dich erfüllt!

Ich wünsche Dir und jeder Frau von Herzen, dass sie sich zufrieden fühlen darf… jeder auf seine Art; denn das ist das Einzige, was zählt: Dass man für sich selbst sagen kann, man fühle sich zufrieden und vielleicht sogar immer wieder auch glücklich. 

Was Andere tun (oder im Eiscafé erleben), ist nicht wichtig. Es geht nicht darum, ob jemand ein Kind hat und darüber spricht – oder (leider) auch nicht. Es geht NUR darum, wie es Dir geht und ob Du Dich – trotz Allem (evtl.) – zufrieden fühlen kannst.
Wenn Dir etwas fehlt, dann schau‘ wie Du Frieden finden kannst!

Du bist wichtig!
Einzig und alleine Du zählst!

Alles Liebe!

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Gestalte, wovon Du träumst, was Dich interessiert. Diskutiere, staune, lebe, frag‘ Dich wie Du das, was Du vermisst und wonach Du Dich sehnst (ggf. in anderer Form) in Dein Leben holen kannst! Mehr dazu auf –> www.kinderwunsch-lebewohl.de und in meinen begleiteten ONLINE COACHING KURSEN (klick)!

Informiere Dich, damit Du voran gehen kannst! Und ich begleite Dich von Herzen gerne ein Stück auf Deinem Weg; versprochen!

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de