Die richtigen Fragen beim Kinderwunsch

Der Psychiater Spitzer hat sich zum Umgang mit Gefühlen geäussert. Er sagt, man müsse aufpassen, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen. Recht hat er. 

Welche Fragen sind aber „richtig“?

Wir Menschen lieben Gründe, Erklärungen, Plausibilität, Berechenbarkeit und hoffnungsvolle Aussichten. So sind wir nun einmal konzipiert. Ganz praktisch bedeutet das:

„Warum?“ und „Wie lange noch?“ lenkt die Blickrichtung auf den Mangel und auf das „Ausgeliefert sein“. Es zwingt den eigenen Kopf ins „Nichts tun“ und das endet normalerweise mit innerem Widerstand oder dem Bestreben, jetzt doch erst Recht etwas „tun zu müssen“. 

Wer sich auf die Suche nach Antworten zu diesen Fragen macht, der bleibt an dem emotionalen Ort stecken, an dem er sich zu diesem Zeitpunkt befindet. 
Es scheint zwar, dass die Suche nach einem Grund bzw. einer (zeitlichen) Perspektive konstruktiv ist. Ist es aber nicht, denn wer nach Gründen sucht – wissentlich, dass es sie nicht (oder nur sehr begrenzt wirksam für sich selbst) – gibt, kommt nicht voran. 
Natürlich steckt die Annahme darin, dass, wenn man denn eine Antwort auf viele W-Fragen hätte, daraus eine Handlungsoption und weitere Vorgehensweise ableitbar ist. 
Beim Kinderwunsch halte ich diese W-Fragen, die sich jenseits der medizinischen Diagnostik bewegen, für wenig sinnvoll. Denn sie halten Dich in dem gedanklichen Ort, an dem Du schon bist. Es wird mehr oder weniger darin resultieren, das Du Deine bisherige Strategie nur noch mehr ausbaust und mit mehr Anstrengung und Vehemenz erneut anwendest.

Ja, manchmal lernen wir aus der Vergangenheit. Deshalb bleiben wir ja in diesem Muster, weil wir hier schon einmal gute Erfahrungen gemacht haben.

Meine wichtigste Erkenntnis: 
Die Auseinandersetzung mit dem Gewesenen und der Suche nach den Gründen vergrössert die innere Distanz zu dem eigenen Ziel-Empfinden. 

Die „Strecke“ wird länger – und damit das emotionale Leid grösser. 

Auf den Punkt formuliert: Der Abstand zwischen der Vergangenheit und der erwünschten Zukunft wird grösser. 
Wer so vorgeht, fühlt eine grössere Distanz zwischen dem „jetzt“ und dem „so soll es sein“.

Welche Fragen sind aber nun „richtig“?

Ich glaube daran, im hier und jetzt für mich Werte zu schaffen, die ich in der Hand habe.

Ich glaube daran, dass es wichtig ist, „ab jetzt nach vorne“ zu denken.

Ich bin überzeugt davon, dass es in der Vergangenheit zwar manch‘ Wichtiges und Spannendes zu entdecken gibt… das auch manches Mal für das Verstehen wichtig ist.

Vor Allem aber glaube ich daran, dass wir die Zukunft nur nach vorne gestalten und lösen können.

Was gewesen ist, ist gewesen.
Was ist, ist
.

Die Fragen für mich, die wirklich eine Entwicklung und Veränderung mit sich bringen, lauten für mich also:

  • Und wie kann ich es ab jetzt/hier/heute für mich anders, besser machen?
  • Wie kann ich dieser Zeit einen Wert geben?
  • Was muss ich tun, damit ich mich morgen anders fühle und „emotional gesünder“ mit dem „Ist so“ umgehen kann?

Noch ein Tipp dazu:

Ich schaue vom Ergebnis her auf den Weg.
Und mit „Ergebnis“ meine ich (fast immer), den emotionalen Zustand, den ich haben und fühlen und leben möchte.

Ich schaue von diesem Ergebnis her darauf – tue so, als wäre dieser emotionale Ziel-Zustand schon erreicht und frage mich, wie ich den Weg dahin bewältigt habe. 
„Wie hast Du das geschafft?!“ ist eine der Folgefragen, die sich – neben den obigen Fragen – als wirklich erfolgreich (und nebenbei gesagt: effizient) erweisen. 

Diese Fragen führen zu wunderbaren „Bedienungsanleitungen“ für mein Leben und den Umgang mit mir und meinen Gefühlen. 
Mit Bedienungsanleitungen kann ich umgehen – denn sie ermöglichen mir hier direkt „ins Tun“ zu kommen. Praktisch für Menschen wie mich, die es nicht aushalten, sich ausgeliefert zu fühlen!
Lass‘ uns gemeinsam nach Deiner „Bedienungsanleitung“ Ausschau halten. Alle Links, wie Du mit mir zusammenarbeiten und Dir meine Unterstützung sichern kannst, findest Du weiter unten in dieser Mail, auf www.kindersehnsucht.de/online-Kurse (klick) und hier bei „Persönliche Coaching-Gespräche“ (klick). 

Ich nehme an, dass ich nicht extra betonen muss, dass ich sehr wohl glaube, dass Du Deinen Weg hin zu Deiner „Bedienungsanleitung“ alleine schaffen kannst?! Natürlich glaube ich das.  
Ich glaube aber auch, dass es mit ein wenig erfahrener Begleitung und Unterstützung viel leichter und schneller geht… und deshalb sage ich: Ich bin da für Dich und gehe von Herzen gerne ein Stück Deines Weges mit Dir!

Mögest Du kraftvolle, hoffnungs- und WERT-VOLLE Tage voller „richtiger“ Fragen an Dich selbst erleben dürfen!
Alles Liebe!

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

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Franziska Ferber
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