Der Kinderwunsch selbst ist nicht immer das größte Problem, oder!?

Wenn Du Dir ein Kind wünschst und Dich danach sehnst, Mutter zu werden, dann hat das einen ganz hohen Wert. Niemand muss erklären oder sich gar dafür rechtfertigen, weshalb er sich ein Kind wünscht. Der Wert eines Kindes und der des Mutter werdens und seins steht gänzlich für sich. Ich glaube, es ist mit das Menschlichste und Natürlichste.
Und trotzdem bin ich nach bald 12 Jahren täglicher Beschäftigung mit dem Kinderwunsch zutiefst davon überzeugt, dass der Kinderwunsch auch ganz viel mit Dir als Person und Deiner Persönlichkeit zu tun hat. Auf einer zweiten, nennen wir sie einmal „nachrangigeren“ Ebene.

Erst der Wert eines Kindes.
Dann der Wert des Mutter werdens und seins.
Und dann kommen noch diese persönlichen Anliegen, Wünsche und Hoffnungen, die mit dem Mutter sein verbunden sind.

Ich erlebe es so oft (und damals, als ich selbst so verzweifelt war zuerst bei mir selbst), dass ich mir sehnlichst ein Kind wünschte. Ich wollte mit meinem Mann eine Familie werden und sein. So weit. So gut. Und dann wurde mir irgendwann auch klar, dass ich ein Kind „bekommen muss“ (jedenfalls fühlte es sich so an), damit ich einen guten Grund habe nicht mehr jeden Montag Morgen um 6.20 Uhr in das Flugzeug nach XY zu steigen, um Woche für Woche mindestens 5 Tage meinem Beruf als Unternehmensberaterin nachzugehen und in Hotelzimmern wohnen zu müssen.
Hätte ich zu meinem Chef gehen und sagen können „Du, sorry, ab Montag steige ich nicht mehr in den Flieger – ich bin schwanger – ich darf nicht mehr fliegen. Lass uns überlegen, wie ich von hier aus für Kunden arbeiten kann“ wäre mir ein Stein vom Herzen gefallen.

Ich wäre Mutter geworden – hätte ein Kind bekommen. Ich hätte wohl das weiblichste und größte Erlebnis im Leben gehabt. Und (auch wenn es für mich immer noch hart ist, das ethisch zuzugeben) ich hätte eine Lösung für meine „Berater-Erschöpfung“ gehabt. 
Nur leider ist es so – trotz aller Anstrengung – nicht gekommen. Kein Kind. Große Trauer über die unerfüllte Sehnsucht. Und (leider) auch das Gefühl, keine Lösung für meine berufliche Situation zu haben. Doppelte Bestrafung – ja, so fühlte es sich an.

Was mir blieb, war auf weitere Anstregung zu setzen. Wenn „schwanger werden“ doch das „Normalste“ der Welt ist, dann schloss ich daraus, dass ich wohl noch nicht genug unternommen hatte. Ich setze darauf, dass es eine Garantie auf Erfolg gäbe… erst Recht, wenn ich doch eh‘ schon in der Kinderwunschklinik sein musste und zudem so viel mehr auf mich nehmen musste, als meine Freundinnen und sonstige Frauen, die schwanger wurden. Ja, unter’m Strich habe ich es ziemlich persönlich genommen, dass ICH noch nicht schwanger war während andere schnell den positiven Test in der Hand halten konnte. 
Mir schien es zeitweilig sogar so, dass ich es nicht verdient hätte, weil ich mich wohl noch nicht genug angestrengt hätte. Heute finde ich das ziemlich krass von mir selbst, so über mich und meine Situation zu denken – schließlich impliziert es, ich hätte eine Form von Schuld am Mißerfolg.

Aber so war es nun mal. Es hat mich auch dazu gebracht, Entscheidungen zu treffen, die ich heute nicht mehr treffen würde. Denn ich habe sie aus Angst getroffen. Aus Angst, dass ich sonst nicht Mutter werden würde. Aus Angst davor, dass ich, wenn ich einen ärztlichen Vorschlag nicht folgen würde, es später bitter bereuen würde. Es könnte ja sein, dass genau dieser eine „kleine“ weitere Schritt die Nadel im Heuhaufen wäre, die „Alles“ auflösen und mich zur Mutter machen würde.
Also bin ich immer weiter gegangen. Bin jedem Rat und Vorschlag gefolgt. Habe 3 Millionen flankierende Dinge ausprobiert – immer auf der Suche nach dem Einen, das mein Leben und Schicksal drehen würde.

Ja, ich habe eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen, die ich heute nicht so mehr treffen würde. Und warum? Weil der Druck der Sehnsucht so groß, der „praktische Nutzen“ der nachrangigen Hoffnungen sehr lösungsorientiert schien… und vor Allem habe ich diese Entscheidungen getroffen, weil ich dachte, ich würde es bitter bereuen, wenn ich es nicht täte. 

Angst.
Reue.
Druck.
Verzweiflung.
Hoffnungslosigkeit.

Ich wollte mein Ziel erreichen – ein Kind, Mutter werden, Mutter sein, Familie leben.

Der Punkt ist, dass ich glaube, dass ANGST eben kein alleiniger, guter Ratgeber für persönliche Entscheidungen ist. Angst ist per se gut für uns Menschen, denn sie warnt uns. Wenn wir aber die Angst als Druck gegen uns selbst verwenden um uns zu Entscheidungen durchzuringen, dann frage ich mich, ob das nicht eigentlich bedeutet, dass man über seine Grenzen geht und ein Stück weit sich selbst verliert und dann auch nicht mehr für einen selbst passende Entscheidungen treffen kann.

Die Vorstellung, später in meinem Leben mir selbst vorwerfen zu müssen, ich hätte nicht „genug getan“, war fürchterlich. Ich war sicher, dass ich das nicht aushalten würde.

Selbstvorwürfe sind die Vorwürfe, die wir kaum aushalten können, denn sie richten sich – wie der Name schon sagt – gegen uns selbst. Wenn wir uns vorwerfen müssen, etwas unterlassen zu haben, das eine Chance auf Erfüllung des KInderwunsches bedeutet hätte, ist das ein ziemlich konkretes und sehr scharfs Damoklesschwert, das da über einem baumelt.

Es gibt in solchen Situationen 2 Möglichkeiten: 
Entweder ich entscheide (notfalls auch gegen meine eigenen körperlichen wie mentalen oder sogar ethischen Grenzen hinweg) und mache das, was „nötig“ erscheint.

Oder ich schaue mir die wirkenden Treiber dahinter an. Ich schaue auf die Angst. Ich schaue auf das „Reue-Potential“ und schaue, was da zusammenkommt und wie auf mich wirkt. Dann kann ich nämlich immer noch dem 1. Weg folgen. Aber mit einer vollkommen anderen – weil bewussten – Haltung. Bewusst zu handeln statt im Autopilotmodus des Drucks, der Angst, der Verzweiflung aber auch Hoffnung zu folgen, ändert Alles!

Und genau das – dieser Wechsel aus den Automatismen der Angst hin zu einer bewussten Entscheidung zu kommen – ist der Grund, weshalb ich mein neues Buch geschrieben habe!

Ich möchte, dass Du bewusst entscheiden kannst. Ja, Druck und Angst aber auch Hoffnung und Sehnsucht sind jeweils in einer Waagschale der Abwägung. Das darf auch so sein.
Aber… aber: Ich glaube, es ist wirklich wichtig, sich diese Inhalte der beiden Waagschalen im Entscheidungsprozess anzusehen! Nicht nur die eine der Hoffnung – sondern auch die Seite der „negativen Motivation“ von Angst und Reue.

Und damit Du wirklich für Dich an diesen Betrachtungen arbeiten und „nicht nur darüber lesen“ kannst, habe ich ein Workbook (ein „Arbeitsbuch“) daraus gemacht.

Ich gehe sozusagen mit vielen Fragen aber auch erklärenden Texten an Deiner Seite mit. Du kannst in Deinem Tempo Klarheit über Deine anstehende Kinderwunsch-Entscheidung gewinnen. 

Wir stellen Dich und Dein Leben, Deine Persönlichkeit ins Zentrum und betrachten Stück für Stück gemeinsam das, was Dich hinsichtlich antreibt. Weshalb Du so agierst, wie Du agierst – und wie Du es anders und vielleicht „gesünder“ und tragfähiger für Dich angehen könntest.

Wenn Du wichtige, für Dein Leben bedeutsame Entscheidungen treffen musst, solltest Du Dir darüber klar sein, auf welcher Grundlage Du es tust. 

Anders gesagt: Auf Treibsand baut man kein Haus. 

Lebenswichtige Entscheidungen müssen einen festen Boden haben – denn sie müssen ein Leben lang für Dich „akzeptabel“ sein.

Und deshalb habe ich das (Work-)Buch (klick – Direkt zu Amazon) geschrieben!

Hier findest Du das Buch bei Amazon https://amzn.to/3dmNV28

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du mit dem Buch Klarheit darüber bekommen kannst, wie für Dich gute und tragfähige Entscheidungen aussehen können!

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Hier findest Du mein neues Buch bei Amazon –> Klick

PS: Und wenn Du künftig regelmässig meine kostenlosen Coaching Briefe bekommen möchtest, dann melde Dich doch gerne jetzt an!
Gerne hier (klick)

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de