07 Okt. Wenn Männer im Kinderwunsch schweigen und nicht über ihre Gefühle reden
Was passiert mit Männern bei unerfülltem Kinderwunsch? Wie erleben sie Kinderwunschbehandlung, Abschied und ungewollte Kinderlosigkeit? Und was können wir tun, wenn wir als Paar völlig unterschiedlich trauern?
Susanne vom Podcast KINDERWUNSCHLOSGLÜCKLICH und ich haben – wieder – einen Talk aufgezeichnet und es geht um die unfassbar wichtige aber auch sehr oft vernachlässigte Frage, wie Männer eigentlich mit dem (unerfüllten) Kinderwunsch umgehen und wie sie ihn erleben.

Das schreibt Susanne in den Shownotes des Podcasts:
#145 Wenn Männer schweigen – Franziska Ferber
Kinderwunschlosglücklich – Mutmachergeschichten für ungewollt Kinderlose –
Was passiert mit Männern bei unerfülltem Kinderwunsch? Wie erleben sie Kinderwunschbehandlung, Abschied und ungewollte Kinderlosigkeit? Und was können wir tun, wenn wir als Paar völlig unterschiedlich trauern? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kinderwunschcoach Franziska Ferber von www.kindersehnsucht.de.
Franziska hat einen Rundum-Überblick für euch. Denn während Frauen den Kinderwunsch durch Zyklus, Hormone, Untersuchungen und Behandlungen häufig sehr körperlich erleben, stehen Männer oft daneben. Sie trösten, machen Mut, übernehmen die Rolle des „Starken“ und funktionieren. Doch was passiert mit ihrer eigenen Trauer?
Franziska warnt vor einem Wort ganz besonders: Schuld. Wenn die Kinderwunschdiagnostik eine Ursache bei einem der Partner findet, wird aus „Bei mir wurde etwas festgestellt“ schnell: Ich bin schuld. Ich habe versagt. Ich bin nicht gut genug. Und damit können sich viele Türen für ein gemeinsames Gespräch schließen. Wir sprechen darüber, warum Männer anders mit ungewollter Kinderlosigkeit umgehen können, warum nicht jeder über seine Gefühle sprechen muss – und warum wir vom Partner nicht verlangen können, den gleichen Weg der Verarbeitung zu gehen wie wir selbst.
Und Franziska hat sehr konkrete Tipps für Paare. Wenn ihr über den Kinderwunsch nicht mehr miteinander sprechen könnt, dann sprecht über eure Zukunft: Wie wollen wir in einem Jahr leben? Wie in fünf Jahren? Was macht uns gemeinsam Freude? Und welche Dinge, die wir eigentlich mit unseren Kindern erleben wollten, können wir trotzdem in unser Leben holen?
Es geht um Eigenverantwortung und Grenzen, um alte Rollenbilder und das Leistungsprinzip, um Männer, die lieber mit sich selbst ausmachen, was sie beschäftigt – und um Frauen, die lernen müssen, dass sie die Trauerarbeit ihres Partners nicht übernehmen können. Und um einen Gedanken, den Franziska allen mitgibt, die sich ein glückliches Leben ohne eigenes Kind noch überhaupt nicht vorstellen können: Fangt an. Auch wenn ihr noch nicht bereit seid.
PS: Und unbedingt bis zum Schluss hören: In den Outtakes lassen wir euch einen privaten Blick hinter die Kulissen werfen. 😉

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