08 Juni Schwanger werden; ein Kind bekommen – das kannst Du also auch nicht?!
„Du sitzt im Auto, träumst vor Dich hin, hörst mit halbem Ohr Radio – und stellst auf einmal fest, dass Du nicht mehr guten Liedern, sondern einem Werbebeitrag lauschst. Wenn Du Dich fragst, wie lange die Werbung schon läuft, könntest Du das nicht sagen. Kennst Du das auch? Mir jedenfalls geht es häufig so. Wenn ich das merke, dann schalte ich fast immer um. Aber bis dahin habe ich schon eine Weile – unbewusst – zugehört (und genau das ist ja auch gewollt von der Werbeindustrie).
Vielleicht willst Du das mal ausprobieren – ganz langsam, jeden Tag ein kleines bisschen?
Dass es Dir gut damit geht, wünscht Dir Deine Esperanza“

Die liebe Esperanza hat sich wieder einmal Gedanken gemacht. Und ich freue mich total darüber. Denn dieser Text (Achtung, jetzt plaudere ich aus dem Nähkästchen – ein wenig jedenfalls) ist nach einem Coaching entstanden, in dem ich sie zwei oder drei Mal unterbrochen und gestoppt habe. Ich habe sie dann jeweils gefragt, ob sie sich eigentlich selbst mal zugehört hat – ob sie hört, was sie da eigentlich über sich selbst sagt – und in welchem Ton.
Sie hatte so ‚lustige‘ Sätze gesagt wie „ach – auch ohne ein weiteres Kind MUSS das Leben ja NICHT SCHLECHT sein“.
Klingt das gut in Deinen Ohren?
Klingt das so, als würde sie sich damit selbst unterstützen? Nö! In meinen Ohren nicht. Ich höre da eine vermeintliche positive Botschaft, die sich zwischen lauter Mangel-Aspekten (also dem, was ihr im Leben fehlt) versteckt. Sie versuchte, das, was sie vermisst (und was also für sie negativ ist) etwas ‚krampfhaft‘ positiv umzuwandeln und zu überführen. Aber ich sage: Eine solche Formulierung ist nicht positiv. Das ist nicht wertschätzend.
Das ist ein Wolf im Schafspelz. Und das merkt auch das eigene Ich… weil es ein wenig so ist als würde man eine alte Rostlaube neu lackieren und so tun, als wäre es ein total schöner Neuwagen. Wenn es innen nicht stimmt, fährt die alte Kiste nicht besonders weit… egal wie schön sie poliert erscheint. Und so ist das auch mit dem Selbstgespräch!
Besser wäre es doch zu sagen: Ja, ich hätte gerne ein weiteres Kind. Aber ich habe auch so ein ganz gutes Leben mit einem tollen Mann und tollen Kindern. Ich liebe meinen Beruf. Ich freue mich über das, was ich erleben darf. Ich bin dankbar dafür. Ja, da ist eine Lücke in meinem Leben… aber ich habe auch schon ganz viel geschafft und gut hinbekommen. Ja, ich bin liebenswert und ein feiner Mensch.
Ob so formuliert oder anders: Das ändert nichts daran, dass die Art und Weise, wie wir mit uns selbst sprechen, etwas bedeutet!
Sei gnädig mit Dir!
Aber keine Sorge – Du bist nicht zu doof! Es ist (in aller Regel) das Ergebnis unserer Sozialisation… das Ergebnis dessen, wie wir aufwachsen. Je zielstrebiger, je fleissiger und disziplinierter wir in unserem Leben geworden sind, desto eher fordern wir uns… desto weniger sind wir nett zu uns selbst … desto weniger gnädig sind wir mit uns selbst.
Wir fordern uns.
Irgendwann im Leben haben wir gelernt, dass es sich lohnt, sich anzustrengen.
Aber um Himmels willen… ist es wirklich so schlimm, wenn einmal etwas liegen bleibt, weil wir gerade mal etwas Schönes erleben wollen. Ist es so furchtbar, sich selbst nicht einmal etwas zu erlauben, was jetzt gerade gut tun würde. Ist es wirklich fatal für Dich, weil Du nicht sofort gut eingeparkt hast? Reicht es nicht, dass es einfach so ist und Du einen neuen Anlauf nimmt. Musst Du Dich dafür ernsthaft schimpfen und klein machen – und gleich noch alle, die das (ob zufällig oder nicht) nun gerade geschafft haben, auf einen Sockel stellen, der Dir ein noch schlechteres Gefühl gibt.
Komm‘ – lass‘ es sein. Das ist nämlich alles Humbug. Saublöder Quatsch.
Sei nett zu Dir!
Sei gnädig mit Dir!
Drehen wir den Spieß doch noch einmal um – bringt es Dich wirklich weiter, wenn alle Pflichten erledigt sind – aber Du am Ende des Tages nichts hast, wo Du für Dich sagen kannst „… das war schön…“?
Und um noch eine Schüppe ‚draufzulegen: Bringt es Dich Deiner Erfüllung und Deiner Zufriedenheit wirklich näher, wenn Du sagen kannst, dass Du Dich jetzt aber wirklich angestrengt hast… bei etwas, das nicht für Diene Lebensqualität steht? Freust Du Dich, wenn Du Yoga gemacht hast, obwohl Du es gar nicht leiden kannst? Freust Du Dich, wenn Du gebügelt hast – und statt dessen nicht in den Biergarten gegangen bist? Freust Du Dich, wenn Deine bescheuerten Einkommenssteuerbelege sortiert sind – aber Du dafür keinen einzigen Sonnenstrahl abbekommen hast?
Wenn Du beginnst, Dich selbst herunterzuwürgen, weil Dir das nicht gelingt, was vielen anderen Menschen gelingt (nämlich das schwanger werden), dann ändert das nichts an Deinem Schwangerschaftstest. Aber an Deiner Seele. Weil Du Dich klein machst – schimpft, herabwürdigst. Das ist einfach nicht fair – erst Recht nicht beim Kinderwunsch; weil Du bestimmt nicht Schuld daran bist, dass es so ist, wie es ist.
Also… willst Du ab jetzt nett zu Dir sein?
Willst Du Dir jetzt etwas erlauben?
Willst Du gnädig mit Dir selbst sprechen?

Soll ich auch bei Dir mal schauen, wie Du besser mit Dir selbst sprechen kannst? Dann melde Dich gerne zum kostenlosen Kennenlerngespräch – schreib‘ mir einfach, dass Du gerne einen solchen Telefontermin hättest. Dann sprechen wir über Dich, Deine Situation, die Punkte an denen Du kämpfst und bekommst direkt eine Rückmeldung von mir, was Du tun kannst, damit Du selbst besser auf Dich Acht geben kannst. Meldest Du Dich? Ich freu‘ mich nämlich auf Dich und unser Gespräch!

