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Der Abschied vom Kinderwunsch – kann das auch Spaß machen?

Okay, bevor Du jetzt auf die Barrikaden gehst und Dich fragst, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, wenn ich mir so eine Überschrift für einen Blogbeitrag zum unerfüllten Kinderwunsch ausdenke… dann warte noch ein wenig ab, okay?

Ich lese gerade ein Buch. Das erste Buch meiner Steuerberaterin und es heißt Abenteuer Wunschkanzlei. Sie erzählt darin, wie sie es nach und nach geschafft hat, ihre Steuerkanzlei so für sich umzubauen, dass es zu ihren Lebensbedürfnissen und zu ihr passt. Sie berichtet, dass sie heute nur noch mit Wunschkunden – also Menschen – zusammenarbeitet, die zu ihr passen und die das „wie“ und das „was“ ihrer täglichen Arbeit schätzen. Sie grenzt sich damit ganz heftig von dem ab, was der normale Mensch an Klischees und Vorstellungen im Kopf hat, wie eine STEUERberaterin sein müsste und wie eine STEUERkanzlei zu sein hat.

Mal ehrlich, was denkst Du, wenn Du an Deine Steuererklärung denkst? Und ggf. an Deinen Steuerberater? Bevor ich Benita Königbauer kennenlernte und sie bat, meine Steuerberaterin zu werden, dachte ich an staubige Kanzleien, langweilige Menschen mit Ärmelschonern und noch viel mehr. Und die Steuererklärung an sich war für mich auch nur notwendiges Übel statt eine Freude. Das hat sie geändert. Inzwischen beschäftige ich mich gerne damit; freue mich, wenn ich meine monatliche Umsatzsteuerauswertung und -anmeldung mache. Ja, so ist es. Und nein, ich bin nicht bekloppt.

Was Bitteschön hat das mit dem unerfüllten Kinderwunsch zu tun? Nun – gar nichts. Und doch: Eine ganze Menge! Wenn wir es für einen Moment mal gemeinsam mit der Gleichung versuchen wollen, dass die Steuererklärung genauso ungewünscht und ungeliebt wie der Abschied vom Kinderwunsch ist. Kannst Du Dich für den Moment mal darauf einlassen? Und ja, ich weiss, dass es Unterschiede in der Wertigkeit gibt – ganz sicher.
Der Abschied vom Kinderwunsch ist ein notwendiges Übel – wie die Steuererklärung. Das eine ist zwar gesetzlich verpflichtend aber beim Anderen kommt auch früher oder später der Moment, wo es „seelisch verpflichtend“ wird. Nämlich dann, wenn wir merken, dass wir keine Chance mehr haben. Nämlich dann, wenn wir merken, dass wir keinen anderen Weg mehr gehen können, als uns selbst zu retten… damit wir weiterleben können.

Notwendig also. Weshalb auch immer – denn da liegen natürlich die Unterschiede; klar.

Sein Leben – mit allen Unwägbarkeiten und Unvorhersehbarem – zu leben, ist unsere Aufgabe. Und sie ist kein Zuckerschlecken. Und ich behaupte, die meisten Menschen können viel besser aushalten, NICHT ihr Traumauto oder Traumhaus zu bekommen… als das sie nicht ihren Traum von einer Familie erfüllen können.
Aber bleibt Einem denn etwas anderes übrig? Je nach dem, wie Du veranlagt bist, hast Du mehr oder weniger in Kauf genommen, um endlich Deinen Traum von einer Familie zu erfüllen. Die einen Frauen, mit denen ich arbeite, haben jahrelange IUI-, IVF- und ICSI-Behandlungen (und noch andere) in Kinderwunschkliniken hinter sich… verdammt viele Hormone konsumiert – um am Ende zu sagen „es hat alles nichts geholfen“. Andere hatten da mehr Glück. Hilft Dir aber auch nichts, wenn Du auf der anderen Seite stehst.

Du MUSST Dich selbst retten. 
Du MUSST Dich selbst in ein kinderloses Leben verabschieden.
Du MUSST lernen, auch ohne Kind zu leben.
Du MUSST einen Weg finden, loszulassen.
Du MUSST herausfinden, wie Du mit Deinem Neid auf die Familien und Schwangeren umgehen kannst.
Du MUSST Dich neu aufzustellen.
Du MUSST lernen, das alles zu akzeptieren.

Du MUSST – Du MUSST – Du MUSST….

Klingt irgendwas davon spannend? Schön? Erfüllend? Sinnvoll? Erstrebenswert?
Oder klingt das alles in Deinen Ohren wie die Steuererklärung oder ein Date mit DEINEM Steuerberater? Denn zur Erinnerung: Ich treffe mich ja inzwischen sehr gerne mit meinem Steuer-Kompetenz-Genie und – ach ja – Ihr Buch ist absolut grossartig… und das obwohl ich wirklich keine Steuerkanzlei eröffnen möchte… es geht darum, wie sie ihren Lebenstraum erreicht – und was sie dafür getan hat. Out-of-the-Box-Denke nenne ich das.

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Also…der Abschied vom Kinderwunsch fühlt sich für Dich nach Last und Schwere, nach Pflicht und nach „boah – anstrengend“ an?

Vollstes Verständnis. Denn an genau diesem Punkt war ich auch, als ich mich von meinem erträumten Familienleben verabschieden musste.

Schauen wir doch mal, was da in Deinem Kopf passiert, wenn Du Dich mit Fragen auseinander setzt, auf die Du so gar keine Lust hast? Die Dir vorgegeben werden – und die Du Dir niemals freiwillig aussuchen würdest. Diese unliebsamen Fragen resultieren in einem erhöhten Stresslevel. Ärzte würden das in Cortisol (so heißt das) messen. Stress = Warnung = Anspannung = Anstrengend. Das Resultat unseres Hirnes: „Oh nööööö… lass‘ das mal lieber… lass‘ es uns lieber vermeiden. Huch – schau‘ mal.. da ist was Schönes…!“ billigste Ablenkungsmechanismen hat unser Gehirn da für uns im Angebot. Gut – und ätzend.

Und auch das hilft Dir gar nichts.

Vermeidung bringt Dich keinen Meter weiter. Wenn ein Thema ansteht, dann steht es an. Klar, kannst Du noch ein paar Umwege gehen und Dich und Deine Seele vielleicht noch eine Weile vertrösten… „Wenn ich bis Weihnachten nicht schwanger bin, dann kann ich ja mal darüber nachdenken, … also vielleicht“ ist ein klassischer Satz und eine klassische Frist. Beides tun wir gerne. Und wir manipulieren uns so weit und so perfekt, dass wir dann auch noch einen Zeitpunkt aussuchen, der sowieso schon aufgeladen ist mit Emotionen… und der noch so weit weg ist, dass wir uns selbst nicht ernst nehmen.

Kommen wir noch mal auf die Eingangsfrage zurück – auf meine provokante Überschrift. Jep? Kann der Abschied vom Kinderwunsch SPASS machen?! Ernsthaft?!

JA, kann er. Und wenn Du mich schon eine Weile kennst, dann weisst Du, dass ich – als Kinderwunsch Coach mit einem Schwerpunkt auf den Abschied und das Loslassen des Kinderwunsches – gelegentlich versuche mit einer Portion „Frechigkeit“ und „Fröhlichkeit“ Dir manches klar zu machen, was sonst nur Schwere hätte. Damit verniedliche ich nicht (wie könnte ich das, wo ich es doch selbst aushalten und mich auf den Weg machen musste). Mit dieser Denke ziele ich darauf ab, dass Du  leichter einen Zugang zu dem schweren, ungeliebten Kummer und Thema findest, das Dich plagt. Das macht ja sonst niemand – also tue ich es und hoffe, dass es Dir gut tut!

Wenn Du erst einmal gemerkt hast, dass Du nicht mehr schnaufen kannst… dass Du nur noch im Autopilot funktionierst (und nicht einmal das mehr so wirklich), wenn Du Dich selbst nicht mehr kennst und erst Recht nicht die Frage – die ganz einfache Frage – „Was wünschst Du Dir zum Geburtstag“ beantworten kannst… dann ist es Zeit, darüber nachzudenken, wie Dein Plan B aussehen könnte.

Du kannst natürlich so weiter machen wie bisher. Das Ergebnis kennst Du ja schon. Vielleicht doch mal etwas Neues probieren?

Dein Plan B also… und um es gleich zu Beginn zu sagen: Nein, er muss nicht perfekt sein. Er muss nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein – Kopfmehr und Planerin, hin oder her? Nein – frage Dich, was Dir wichtig ist. Frage Dich, was Deine liebsten Gefühle sind… ernsthaft, welche 4 Gefühle tun Dir gut. Wie kannst Du dafür sorgen, dass mehr davon in Dein Leben kommen können.

Mach‘ nicht gleich das Mega-ganz-GROSSE-Bild auf. Fang‘ doch erst mal klein an – mit dem, was Dir leicht fällt. Verknüpfe es nicht mit dem ABSCHIED (Achtung: Das ist nämlich schon wieder so ein Cortisol-Anturner-Gehirn-Ablenkerwort!)… sondern davon mal ganz losgelöst: Was ist Dir wichtig im Leben? Wie willst Du Dich fühlen? Wann und wobei vergisst Du die Zeit um Dich herum? Was hinterlässt bei Dir ein wohliges Gefühl?

Und wie schaffst Du es, das mehr ins Leben zu holen als es in den letzten Wochen und Monaten der Fall war.

Fang‘ da an, wo es leicht ist für Dich. (Darin sind sich meine Steuerberaterin und ich uns übrigens einig.)

Wir glauben immer, wir müssten die größten, schwersten Brocken zuerst wegräumen – weil dann alles leichter wird. So ein Quatsch – denn das Gegenteil ist der Fall. Wir sind dann viel zu erschöpft – wenn wir überhaupt starten und in die Puschen gekommen sind, weil es so ein Riesending ist.

Deshalb noch einmal: Fang‘ da an, wo es leicht ist! Ist es leicht für Dich zum Beispiel, einen Abend mehr in der Woche zu kochen… weil Dir das innere Ruhe bringt, weil Dich der Prozess des Kochens entspannt, weil es Dich dankbar macht, wenn Du mit Deinem Partner zusammen essen kannst? (Da sind wir schon bei den Wunschgefühlen – hast Du es gemerkt?)

Gut, dann frage Dich, wie Du es schaffen kannst, dass Ihr beiden 1x pro Woche am Abend (gerne auch unter der Woche) zusammen kochen könnt. Und dann macht das. Sorge dafür, dass das passiert.

Lass‘ den „Abschied“ erst mal weg… fange positiv und im Kleinen an. Fange da an, wo es nicht schwer ist – und wo Du schnell Erfolge erzielen kannst. Und dort, wo es nicht emotional so verdammt belastet ist wie beim Loslassen von etwas, das Du loslassen musst – aber eigentlich gar nicht nicht willst. Es ist viel, viel schwerer etwas zu tun, das man NICHT tun will – als etwas, das man tun MÖCHTE.

Weshalb: Weil Dein Gehirn Dir sagen wird, dass das schön war.. und erstrebenswert… und sinnvoll… und spannend. Und das ist es ja, was unsere Energiequellen füllt und unsere Seele füttert. Und dann will es mehr davon.. Du machst Dich so auf den Weg. Mit einem guten, kraftvollen Gefühl. Und Du erzielst schnell Erfolge – und das tut Dir jetzt gerade besonders gut. Den wirklichen Nutzen wirst Du erstens schnell und zweitens über die Zeit hinweg merken… Du wirst bemerken, dass Du „süchtig“ wirst nach diesem GUTEN …und ganz nebenbei stellst Du Dich ein Stück weit neu auf.

Und das willst Du doch, oder? Dich wieder glücklich fühlen – stärker, kraftvoller, positiver?!

Gut, dann tue bitte auch etwas dafür. Mit SPASS. Auch wenn der Anlass vielleicht ein sehr schwerer ist (und das ist ja auch okay) – so kannst Du doch mit Freude und Zuversicht vorwärts gehen. Der Abschied kommt dann nebenbei sicherlich zum Tragen.. aber Du bist dann schon auf dem Weg.

Das Leben kann so schön sein und so viel Spaß machen… wenn man es richtig angeht, die richtigen Menschen an seiner Seite hat. Und dann ist es (fast) nur noch eine Frage davon, ob man die richtigen Menschen an seiner Seite hat (ja, ich bin jetzt noch mal liebevoll-frech-und-sehr-zugespitzt). Und sein Ziel – vor Allem sein Wunsch-Gefühl – vor Augen hat. Und dann vorwärts geht, anpackt, aufräumt… und das macht Spaß – weil es voran geht… weil sich etwas bewegt, wenn wir uns bewegen… und weil es leichter wird.

Also: Probierst Du’s aus? Startest Du mit Freude den nächsten Schritt?
Gut… denn es kann nämlich sein, dass Du es super finden wirst… und leichter!

Das wünsche ich Dir!

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Übrigens mein brandneuer Kurs „Mein Kinderwunsch – der Neid macht mich traurig“ macht auch Spaß! Glaubst Du nicht? Solltest du aber. Denn mir ist es ein Anliegen, mit Leichtigkeit auch mit den schweren Themen umzugehen. Denn schwer hast Du es ja schon. Also räum‘ mit dem auf, was Dir zu schaffen macht – und mach‘ es mit Freude. Wenn der Neid auf die, die Kinder haben oder schwanger sind, Dich plagt… dann räum‘ auf damit. Tu etwas. Weil es dann leichter für Dich wird.. und LEICHTIGKEIT und FREUDE wolltest Du ja wieder haben, oder? Dann schau‘ Dir hier den brandneuen Kurs „Mein Kinderwunsch – der Neid macht mich traurig“ an: www.kinderwunsch-neid.de …made with love by www.kindersehnsucht.de

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Ach ja – logisch, dass es zum Start einen Mega-günstigen-tollen-Einführungspreis gibt, oder? Weshalb, damit Dir auch diese Entscheidung leicht fällt! Du wolltest ja, das es leichter wird… und mit dem Leichten anfangen.
Also… hopp-hopp… dann los: www.kinderwunsch-neid.de

Schau’s Dir an… vielleicht kommt es ja gerade zur richtigen Zeit für Dich?!

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de