Du musst nicht alles positiv sehen!

Nein, man muss wirklich nicht Alles positiv sehen!
MUSS. MAN. NICHT.

Ich erlebe es nahezu jeden Tag, dass ich in meinen Coachings gefragt werde, wie man es denn (wieder) schaffen könne, POSITIV zu denken. Dahinter steckt allzu oft der gedankliche Ansatz, dass man ja gar nicht das Wunschkind bekommen könne, wenn man nicht daran glauben würde. Und meine Antwort ist dann in den Coaching Gesprächen oft länger – aber am Ende sage ich: MAN MUSS GAR NICHT POSITIV DENKEN.

Gesellschaftlich haben Viele von uns gelernt, dass wir etwas nur erreichen können, wenn wir daran glauben. Ich halte das mit meiner Biografie für totalen Quatsch! Für mich ist das Folgende richtig und 100x bewiesen:

Wichtig ist, dass Du Dir selbst treu bleibst! Dass Du so denkst und fühlst, wie es zu Dir und Deiner Persönlichkeit aber auch Deiner Bewältigungsstrategie passt. Denn dann denkst Du vielleicht nicht positiv; aber immerhin stimmig in Dir und Deiner Welt.

Wenn Du ein hellstrahlender Optimist bist, der sowieso immer daran glaubt, dass etwas gut ausgeht – bis das Gegenteil bewiesen wäre -, dann bleibe, bitte, in diesem Muster. Dann ist Alles fein; dann tust Du das, was Du sonst in schwierigen Situationen auch tust: Ans Beste glauben. Alles schick. Für Dich.

Nur: Es ist nicht unbedingt das Muster der Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. 
Ich begleite eigentlich nahezu durchgängig Frauen, die so gestrickt sind, wie ich es selbst bin: Super sensibel, sensitiv für „Alles und Jedes“ UND vom Grundtenor her eher pessimistisch-realistisch. Und ja, diese Frauen sind – wie ich – neben der pessimistisch-realistischen Herangehensweise dennoch gewillt, sich von einem besseren Ergebnis (als „angenommen“) überraschen zu lassen. Und ja, ein bißchen hoffen wir auch darauf, dass wir nicht so arg enttäuscht werden, wenn wir mit „dem Schlimmsten“ rechnen.

Wenn es Dir so wie mir geht, dann ist es unfassbar wichtig, dass Du Dir selbst treu bleibst!

Es ist Quatsch, sich den ganzen Tag nach dem Sinn – bspw. der Corona-Krise – umzusehen oder gar zu versuchen, sie sich schön zu reden. Natürlich wird es irgendwann auch sein Gutes haben… aber erst einmal haben sehr viele Menschen Angst, Sorgen … auch ich.

Ich weiss nicht, welche Ängste Du gerade hast… welche Zweifel, Fragen, Unsicherheiten. Aber ich weiss Eines ganz genau: Da sind gerade sehr viele Menschen, deren ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird.

Ja, natürlich liegen in der Digitalisierung aber auch der gesamten Verlangsamung unseres Lebens Chancen.
Aber, Mensch, wir müssen uns doch angesichts dieser Dramatik nicht selbst veräppeln und uns „einlullen“. 

Die Welt steht Kopf.

Es ist schlichtweg eine grosse Krise. Es ist schon heftig, was Einzelne aber auch wir als Gesellschaft gerade durchmachen.
Für mich ist es schwer zu ertragen, dass sehr, sehr viele Menschen sich so gravierende Sorgen um die Existenz machen müssen (denkt bitte ganz besonders an die vielen Freiberufler und kleinen Selbstständigen, die – Stand heute – noch durch alle Sicherungsnetze der Regierungen fallen!). 
Ist es nicht krass, was wir gerade erleben… welche Fragen wir uns stellen?

Nein, man muss wirklich nicht Alles positiv sehen! Man muss nicht in jedem Schlechten versuchen, das Gute zu suchen. Es schadet nicht und wer dazu in der Lage ist, der soll es um himmelswillen auch tun. 
Jedoch glaube ich, dass es für uns „gesünder“ ist, dem, was uns schwer fällt, auch einen Namen, einen Platz, einen Raum zu geben… weil es den Druck von der Seele und damit auch der Einsamkeit nimmt.

Es ist ein Unterschied, ob man „jammert“ – oder ob man wahrhaftig das ausspricht, was man selbst fühlt und denkt und dafür versucht, Worte zu finden.

Jammern ist destruktiv. Sich jedoch ernsthaft mit dem, was einem beschäftigt, auseinander zu setzen (und das tut man, wenn man dafür Worte sucht), ist konstruktiv. Es bringt einen selbst weiter. Und auch die Menschen mit denen man spricht. Denn es hat eine Leuchtturm-Wirkung. Es ist mutig, das ehrlich zu sagen… und es wird die eigenen Gedanken erleichtern und Anderen ein Beispiel sein.

Und das ist es doch, worum es im Moment geht: Kraft zu teilen, sich Mut zu machen und füreinander da zu sein! Das ist es, was wir als Gesellschaft gerade brauchen. Und genau deshalb gehe ich mutig – trotz aller Fragen und Ängste, ja auch um mein „Baby Kindersehnsucht“, voran und werde da sein. Ich kleide das, was mich beschäftigt in Worte. Ich ermutige. Ich entlaste. Ich helfe mit, wo ich kann, den Druck aus dem Kopf zu bekommen.

Ich bin pessimistisch-realistisch. Und sehr sensitiv. Und genau deshalb sage ich: 
Ich bin für Dich da: Jetzt mehr denn je zuvor.

Bleib stark, klar und gesund – körperlich wie seelisch.
Man muss Schweres nicht positiv sehen. Es darf auch schlichtweg schwer sein.

Alles Liebe,

Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

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Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de