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Kinderwunsch: Wie viel Zuspruch tut Dir eigentlich gut?

Je länger ich mich mit dem Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlungen auseinander setze – und das sind bald 10 Jahre – desto mehr frage ich mich, ob es eigentlich wirklich hilfreich ist, wenn man sich selbst immer und immer wieder sagt „ich muss nur daran glauben, dass es klappt“, dann klappt es schon.

Wie viele positive Affirmationen braucht man wirklich? 
Wie viele – eigentlich liebevolle – Ermunterungen á la
„… Das wird schon noch… beim nächsten Mal“ braucht man? 

Ich verstehe, dass der Zuspruch einem gut tut – gerade an dunklen Tagen. Wie schön ist es da, dass jemand zu einem hält, die Hand hält, einen in den Arm nimmt… das ist Wärme und Mitgefühl. Und das brauchen wir Menschen – gerade an schweren Tagen.

Mitgefühl – nicht Mitleid.

„Wenn Du einen Traum hast, musst Du ihn beschützen“.

Das ist ein wunderbarer Satz und ich bin sicher, dass er in so vielen Situationen im Leben hilft, durchzuhalten.

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Aber wie ist das mit dem Kinderwunsch? Ist es da wirklich gesund, immer und immer wieder darauf zu vertrauen, dass es beim nächsten Mal schon klappen wird. Oder legen wir uns da nicht selbst ein – psychisch schweres – Ei ins Nest.

Verpasst Du den Absprung, in dem Du Dir immer wieder selbst Durchhalte- und Ermutigungsparolen zurufst?

Hinderst Du Dich damit daran, zu merken, wann es gut ist? Wann Du genug getan hat für Deinen Traum? Wann es reicht?
Oder wirkt es auf Dich wie eine Aufforderung, nicht aufzugeben… weil Du vielleicht noch nicht genug getan hast?

Wenn man immer wieder auf das nächste Mal setzt, hindert man sich dann nicht selbst daran, achtsam und liebevoll mit uns selbst zu sein?
Treibt man sich dann nicht zu einer erneuten Höchstleistung an, die dann vielleicht wieder enttäuscht wird? Die einem dann wieder neues Leid beschert und unsere Seele beschwert?

Was ist das richtige Maß der Dinge?
Ist Dir klar, dass diese Durchhalteparolen ein Stück Hoffnung und ein Stück Hilflosigkeit beinhalten?

Immer wieder bin ich in den verschiedenen Foren und Communities unterwegs. Und immer wieder lese ich Ermutigungssprüche von Frauen wie diesen hier:  „… Ihr Lieben… wir werden es alle schaffen… wir alle werden früher oder später unser Kind in den Armen halten… haltet durch!“.

Macht es Dir eine solche Ermutigung schwer zu sagen, dass jetzt dann aber auch mal gut ist… dass Du alles getan hast…. das es reicht… das Du Dich wieder um Dich selbst kümmern möchtest?
Traust Du Dich das dann noch, wenn Du befürchtest, dass Du Dich nur nicht genug angestrengt hast.

Ist ein solcher Satz „irgendwann klappt es… gib nicht auf“ etwas, was Dir wirklich hilft?

Tut Dir das gut in diesem Moment – oder setzt es Dich eigentlich unter Druck?

Ich glaube, es gibt darauf keine eindeutige und richtige Antwort. Aber Du darfst ein Bewusstsein dafür entwickeln, was Dir gut tut.

Du musst nicht alles für bare Münze nehmen. Denn ich bin (leider) das beste Beispiel dafür, dass die Kinderwunschbehandlungen leider nicht immer gut und wie gewünscht ausgehen.

Ich bin leider nicht diejenige die sagen kann „die Mühen haben sich gelohnt“. Und weil ich kein Kind bekommen habe, ist es mir ein echtes Anliegen, nicht mit „hoffnungsfrohen Verheißungen“ zu wedeln. Weil ich es nicht in der Hand habe, ob Du Dein Wunschkind bekommen wirst. Und Du leider am Ende des Tages auch nicht. Und nicht einmal die Ärzte. Das sagen sie selbst. Manche, die eine noch so schlechte Prognose haben, werden schwanger. Andere, bei denen alles gut aussieht, nicht. Das ist ungerecht. Das tut weh. Das ist gemein. Und es ist ein schweres Schicksal. Weil ich aber darum weiss, ermutige ich nicht verheißungsvoll.

Deshalb verzichte ich in allen Gesprächen auf diese Ermutigungen… und das Beschwören des „es wird schon noch“. Weil ich weiss, wie schwer es sein kann, sich auch noch von den Ermutigungen lossagen zu müssen.

Ich setze auf die Stärkung der Seele, die Kräftigung. Ich helfe auf andere Art und Weise mit, dass die Kundin, die ihren Weg zu mir findet, sich gestärkt fühlt und zuversichtlich nach vorne blickt – auf ihren Kinderwunsch aber auch ihr Leben. Ich verzichte auf Ermutigungen und ‚Versprechen‘, die ich nicht einhalten und einlösen kann. Versprochen tue ich nur das, was ich selbst in der Hand habe.
Statt dessen suche ich lieber nach individuellen Wegen, die der jeweiligen Frau in ihrer persönlichen Situation weiterhelfen – liebevoll, konstruktiv, ehrlich, wahrhaftig und sehr persönlich. Ich glaube, das bringt mehr – und es wirkt längerfristiger.

Wie tickst Du?
Was hilft Dir wirklich?
Was tut Dir wirklich gut?
Erkennst Du, was hilft und was nicht?
Was wünschst Du Dir?

Denkst Du mal darüber nach, was diese inneren und äußeren Ermutigungen mit Dir machen? Ob sie Dich ermutigen oder Dir eigentlich im Weg stehen?

Ich wünsche Dir einen achtsamen Umgang mit dem, was Dir wirklich gut tut und hilft… und was als Wolf im Schafspelz daher kommt.

Schreib’ mir doch gerne, wie Du das erlebst. Schreib’ mir gerne, was Dir gut tut. Und schreib’ mir doch auch gerne, wenn Du einen Gedanken für mich (für einen neuen Blogbeitrag) hast. Denn ich möchte wirklich gerne wissen, wie Du das siehst… und wie ich Dich unterstützen kann.

Ich freue mich auf Deine Sicht, Deine Erfahrung, Deinen Eindruck – Deine Mail!
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Kinderwunsch Coaching - Beratung und Unterstützung bei Kindersehnsucht

PS: Hast Du eigentlich schon den SAT.1-Lebensformen-Fernsehbericht über mich gesehen? Wenn Du’s verpasst hast, dann kannst Du ihn hier noch einmal ansehen!

Franziska Ferber
Franziska.Ferber@kindersehnsucht.de